Jahresrückblick – Die Flüchtlingskrise
MERVE MER - Wir sind in das neue Jahr 2016 gestartet. Nach wunderbaren Feiertagen, Weihnachtsessen, Bescherungen und nach dem ausgelassenen Feiern in das neue Jahr haben viele neue Vorsätze ebenfalls ihren Weg mit in das neue Jahr gefunden – Mehr Sport, gesünder leben, mehr Zeit für die Familie, endlich ohne Todesangst leben? Letzteres trifft wohl auf die meisten aller Flüchtlinge zu, die im vergangenen Jahr ihren Weg raus aus den Trümmern und rein in fremde Länder gefunden haben. Sie waren Lehrer, Ärzte, Ingenieure. Vor ca. fünf Jahren begann das Grauen für viele Menschen und steigerte sich stets vehement. Die Anzahl der Flüchtlinge nahm mehr und mehr zu. Der Hauptgrund vieler Flüchtlinge begann mit dem Arabischen Frühling. Wegen der Bürgerkriege in Jemen, Libyen, Irak, Afghanistan, Eritrea und Syrien fingen Millionen Menschen an aus ihren eigenen Ländern zu flüchten. Sie flohen vor dem Lärm der Bombenangriffe und der Waffen. Sie ließen alles zurück. Sie wollten eines – überleben. Dafür nahmen sie allerlei Schwierigkeiten in kauf. Ob Kälte, Regen oder Schnee vielen Besaßen nur das was sie am Körper trugen. Sie stiegen in kleine Boote. Wohin? Das wussten sie nicht. Laut UNCHR flohen bereits bis ende 2014 über 60 Millionen Menschen weltweit aus ihrem Heimatland. Wenn wir heute das Wort Flüchtlinge hören, fällt uns ohne Zweifel zu aller erst Syrien ein. Von den 4 Millionen Menschen die aus Syrien fliehen mussten, sind ca. 75 % Frauen und Kinder. Ca. 7 Millionen Menschen mussten innerhalb des Landes in andere Städte ziehen. Nahezu die Hälfte Syriens war also gezwungen auszuwandern. Somit übernimmt Syrien die Hauptfigur der Flüchtlingskrise. Neben Syrien mussten unter anderem über eine Millionen Menschen in Somalia, 2,4 Millionen in Afghanistan und 1,5 Millionen in Myanmar fliehen. Neben diesen Ländern steigt das Flüchtlingsproblem auch in Irak, Sudan, Jemen und vielen weiteren Ländern. Die Menschen verlieren auf der Flucht ihr Leben. Ihre Boote gehen unter, Kinder und Neugeborene ertrinken im eiskalten Meer. Erreichen sie ihr Ziel, werden sie mit menschenunwürdigem Verhalten konfrontiert. Es scheint als ob die Menschen auf der Flucht eine finanzielle Last für Europa seien. Jedoch dürfen wir nicht vergessen das die Flüchtlingskrise keine finanzielle sondern eine humane Krise ist. Unsere Aufgabe ist es Menschen, die durch Todesängste ihre Heimat verließen und nun ein sicheres Zuhause suchen, die arme zu öffnen und sie liebevoll zu empfangen, ihnen zu helfen und sie zu verstehen. Wir müssen verstehen, dass diese Menschen nichts besitzen und deswegen liebevolle Unterstützung benötigen. Die Welt und jeder Einzelne muss verstehen, dass die Lösung dieser Krise die Nächstenliebe ist. Wir leben in einer Zeit in der wir nicht stillschweigend wegschauen können, wenn Ungerechtigkeit herrscht und Menschen grausam sterben müssen. Wir können dem mit unserer Aufmerksamkeit, unserer Hilfe und Nächstenliebe entgegenwirken. Die Flüchtlingskrise darf nicht totgeschwiegen werden. Jeder Einzelne sollte das Streben nach einer Lösung als seine persönliche Aufgabe sehen.